Nationalismus contra Globalisierung – Menschheit ohne Steuerung?

Die Menschheit kann sich in der Phase der Globalisierung nicht mehr mit Natio­nalismus steuern, genau so wenig wie ein Schiff mit 200 autonomen Kapitänen. Einige Kapitäne wer­den für ihren Kurs mit Gewalt kämpfen. Will jeder den für ihn vorteilhaftesten Weg durchsetzenen, treibt das Schiff ziel­los in den Untergang. Das mag überzeichnet wirken, ist jedoch ziem­lich genau die Situa­tion der Menschheit auf ihrem übernutzten Raumschiff Erde. Dort ist alles da für ein gutes Leben einer 11-Mrd.-Menschheit, doch opfern einige nationale Führer eher die Bewohn­bar­keit der Erde als auch nur einen Jota ihrer nationalen Ziele für das Wohl des Ganzen. 200 National-Wohle ergeben noch kein Welt-Wohl. Der Menschheit fehlt somit die Fähigkeit ihre Entwicklung so zu steuern um Gefahren auszuweichen, bevor es richtig knallt.

Das traditionelle Verhalten der Staaten ist mit oberster Priorität auf Wahrung ihrer jeweiligen nationalen In­te­ressen ausgerichtet. Dadurch werden ihre Führungen zu Rivalen und  treiben im Anthropo­zän die Menschheit bis in die Selbstzerstörung, wie z.B. durch

  1. Kämpfe zwischen Nationen um politische Vormacht und um globale Res­sourcen
  2. Überschreiten planetarischer Grenzen durch zivilisatorische Entwicklun­gen
  3. Übernutzung der Biosphäre bis zur Unbewohnbarkeit der Erde

Die Insassen eines randvollen Bootes könnten sein Kentern durch abgestimmtes Verhalten, also durch Cohabitation verhin­dern, aber nicht durch Kämpfe um die besten Plätze.